Konfetti Schwarzenberg

Geschichte

Die Einführung des Euro, der Doppel-Olympiasieg von Simon Amman in Salt Lake City, die expo.02, die Wahl von Micheline Calmy-Rey in den Bundesrat, der Sieg der Brasilianer an der Fussball-Weltmeisterschaft, der Start der neuen Airline Swiss ...!!

Alles wichtige und unvergessliche Ereignisse im Jahr 2002, die aber eines nicht in den Schatten stellen konnten:

Der Aufbruch einer neuen Epoche der Schwarzenberger Fasnacht

Du fragst dich weshalb? Dann lies einfach weiter....

Es war einmal am Fasnachtssonntag im Jahr 2001...

Da sassen die beiden ehemaligen Rümliggeisterinnen Antoinette und Jacqueline gemütlich beim Nachtessen im Restaurant Kreuz in Schwarzenberg und liessen bei einem gediegenen Nachtessen und einem guten Tropfen den erlebnisreichen Tag ausklingen.

Die beiden Frauen, beide Mütter zweier fasnachtsbegeisterter Kinder, verspürten grosse Lust selber mit ihren Kindern an der Fasnacht wieder aktiv mitzuwirken. So entstand an diesem Abend, nach ausgiebigen Diskussionen bis spät in die Nacht, die grossartige Idee, eine Familienguggenmusik zu gründen. Die beiden Frauen beschlossen, dass es nicht bei der Idee bleiben sollte und starteten schon bald nach der Fasnacht einen Aufruf.

Wie es schien, waren Antoinette und Jacqueline nicht alleine mit diesem Gedanken, denn zur ersten Informationsveranstaltung am 26. April 2001 trafen sich sage und schreibe 10 Familien im damals noch bestehenden alten Schulhaus. Dies waren die Familien Fuchs und Fuchs, Familie Gasser, Familie Jenny, Familie Kindler, Familie Mühlebach, Familien Stadelmann und Stadelmann, Familie Wicki und Familie Zurkirchen.

Bereits an diesem Abend wurden sich alle einig, dass sie die Fasnacht 2002 gemeinsam bestreiten wollen. So übernahm Regula Stadelmann das Zepter, Beat Zurkirchen das Amt des Materialverwalters oder besser gesagt Besorgers, Marianne Zurkirchen amtete von nun an als Säckelmeisterin und Beatrice Kindler stellte sich zur Verfügung, dafür zu sorgen, dass wir an der ersten gemeinsamen Fasnacht ein Kostüm hatten und übernahm auch zugleich das Amt der Tambourmajorin. Das provisorische Fasnachtsprogramm 2002 wurde erstellt und das Motto «Gallier» bestimmt. Es war jedem frei, eine Figur aus dieser Geschichte darzustellen.

An der Zusammenkunft vom 23. September 2001 fiel der endgültige Entscheid über unseren Namen. Nach einer sehr sorgfältig, demokratisch durchgeführten Abstimmung war klar: nicht als «Stäfelistörmer», «Family Gugger», «Moskito» oder «Gummibärli» wollten wir unterwegs sein, nein, «Konfetti» wollten wir heissen.

Nun ging’s ans Nähen, Basteln und Musizieren! Antoinette und Beatrice besorgten Stoff und gaben Nähanleitungen, Marianne organisierte die Basteleien bei sich zu Hause in der Garage, Beat und Thomas unterstützten bei der Instrumentensuche und –Herstellung, Jacqueline und Munggi sammelten Ideen für die ersten musikalischen Stücke und noch relativ kurz vor der Fasnacht entstand die Idee, aus Moosgummi eine Plakette zu kreieren. Gesagt, getan!

Natürlich war auch das gemütliche Beisammen sein von Anfang immer ein sehr wichtiger Teil in unserer Gruppe.

Jede/jeder Einzelne setzte sich mit viel Begeisterung dafür ein, dass unser Ziel, gemeinsam an die Fasnacht 2002 als Familienguggenmusik, auch umgesetzt werden konnte.

Am 21. Oktober 2001 fand die erste Probe im Probelokal des Schulhauses Schwarzenberg statt, welches uns die Gemeinde (bis heute) kostenlos zur Verfügung stellt.

Unser erster öffentlicher Auftritt war die Zunft-Inthronisation. Diesen Auftritt werden wir bestimmt nie vergessen.

Das Fasnachtsprogramm 2002 gestaltete sich bereits in voller Fülle:
Schmudo: Tagwache, Kinderball
Freitag: Eigenthaler Umzug
Samstag: Monsterkonzert in Ruswil, Fasnacht Total
Sonntag: Umzug Schwarzenberg
Montag: Umzug Malters

Die erste Fasnacht war für uns alle ein bedeutendes, abenteuerliches, beeindruckendes und vor allem unvergessliches Erlebnis. Die vielen positiven Rückmeldungen anderer Fasnächtler bestätigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Wir genossen diese Tage in vollen Zügen, die Erwachsenen wie auch die Kinder.

In den Jahren 2006 bis 2010 stellte uns Familie Mühlebach dann während der Fasnacht ihre grosse Garage als Lokal zur Verfügung. Oft bis in die frühen Morgenstunden wurde im Konfetti-Stübli geplaudert, philosophiert, gespielt, gejasst, geschminkt, gmusiget, gefröstelt, gekocht, gespeist und getrunken ...! Dies war eine tolle Möglichkeit für uns, auch zwischen und nach den Auftritten die Geselligkeit zu pflegen. Auch hatten wir ab und zu Besuch, der sich bei uns pudelwohl fühlte.
Der Wunsch nach einem eigenen Lokal ist bis heute unerfüllt geblieben. Aber wer weiss, vielleicht findet sich irgendwo, irgendwann, irgendwer, der uns einen Raum zur Verfügung stellen kann ...!

An der Fasnacht 2007 organisierten die Konfetti erstmals den Schwarzenberger Kinderball, da die Zunft diese Aufgabe nicht mehr übernehmen konnte. Seither findet immer am Schmutzigen Donnerstag der Konfetti-Ufschtand statt. Gross und Klein treffen sich an diesem Nachmittag in der Mehrzweckhalle, um zu spielen, basteln, tanzen, plaudern, schminken, singen, musizieren ...! Es freut uns jedes Jahr, dass so viele Besucher daran teilnehmen. Inzwischen mischen sich unter die Schwarzenberger auch zahlreiche Besucher aus den Nachbargemeinden.

Am 02. Januar 2009 wurde ein bedeutender Meilenstein in der Konfetti-Geschichte gesetzt. Nach siebenjährigem Bestehen wurde ein Verein mit Statuten gegründet. Dies hatte für das Zusammenleben keine einschneidenden Änderungen zur Folge. Der Zweck blieb nach wie vor derselbe: Pflege der Guggenmusik, der Kameradschaft und der Geselligkeit.

Bereits an der GV 2010 wurde über die erste Statutenänderung abgestimmt, welche zur Folge hatte, dass neu auch Mitglieder weiterhin aktiv bleiben können, wenn deren Kinder ausgetreten sind. Von diesem abgeänderten Statutenartikel machen bereits einige Ur-Fasnächtler Gebrauch.

... und so vergingen die Jahre und die Konfetti mauserten sich zu einer nicht mehr aus der Schwarzenberger Fasnacht wegzudenkenden Guggenmusik. Die Organisation wurde immer raffinierter und effizienter, nicht zuletzt dank der Erfahrungen einzelner Mitglieder, die früher schon aktiv waren in anderen Guggenmusiken. Die Mitgliederzahl blieb erfreulicherweise bis heute konstant hoch, so dass der Nachwuchs gesichert ist.

An dieser Stelle sei hier ein riesiges Dankeschön ausgesprochen an alle, die bis heute zur Erfolgsgeschichte der Konfetti beigetragen haben und noch beitragen werden. Wir sind stolz auf euch und hätten vor 10 Jahren nicht zu träumen gewagt (gehofft natürlich schon), dass unsere Idee so umgesetzt und mit viel Begeisterung, Kreativität und Motivation fortgesetzt wird.


Die Gründungsmitglieder

Antoinette Mühlebach
ex-konfetti

Jacqueline Wicki
ex-tampi


Schwarzenberg, im Oktober 2011